Mit Beginn des Jahres 2016 treten einige Neuerungen des EGA-Vorgabensystems in Kraft:

1. Platzreife ist nicht gleich Handicap 54
Das erste Handicap (in der Regel 54) muss ab 2016 tatsächlich mit der
nötigen Stableford-Nettopunktzahl erspielt werden und wird nicht mehr
automatisch mit Bestehen der Platzreifeprüfung vergeben.
Mit der Platzreife (PR) erhält der Spieler zukünftig den Eintrag „PR“ in
seinem Stammblatt und auf dem DGV-Ausweis.

2. Clubvorgabe wird Vorgabeklasse 6
Die bisherigen Clubvorgaben 37 bis 54 werden europaweit Vorgabeklasse 6.

3. Aktiv oder inaktiv entfällt.
Die Kennzeichnung einer Vorgabe als aktiv auf dem Stammblatt entfällt.

4. Schnellere Wiederzuerkennung einer Vorgabe
Zur Wiederzuerkennung einer Vorgabe reicht zukünftig das Ergebnis einer,
statt wie bisher von drei neu gespielten Runden aus.

5. keine Heraufsetzung in der Vorgabenklasse 5
Das Handicap wird ab der Vorgabenklasse 5 (also 26,5 und höher) nach
einem schlechteren vorgabewirksamen Spielergebnis nicht mehr
heraufgesetzt. Damit entfällt für diese Vorgabeklasse 5, wie bisher schon
bei den Vorgaben 37 bis 54, auch die Pufferzone.

6. Keine Automatik bei Vorgabeprüfungen
Die bisherige automatisierte Anpassung der Vorgaben nach Beendigung der
Spielsaison entfällt.
Der Heimatclub kann weiterhin durch den Vorgabenausschuss Anpassungen
im Einzelfall vornehmen.

7. CBA (Pufferzonenanpassung) entfällt
Die Anwendung von CBA entfällt in Deutschland für alle Vorgabenklassen
ersatzlos.

8. EDS-Runden auf allen Plätzen
EDS-Runden, d.h. vorgabewirksame Privatrunden, können künftig auf den
Plätzen aller DGV-Mitglieder mit gültigem Course Rating gespielt werden,
also auch auswärts.
Dies gilt für Spieler der Vorgabeklassen 2 bis 6.
Spieler der Vorgabenklasse 6 (Hcp. 37 bis 54) können sich jetzt auch gegen-
seitig zählen.
Ein Extra-Day-Score (EDS) ist ein vorgabewirksames Stableford-Nettoergebnis
über 9 oder 18 Löcher, sie muss vor Antritt der Runde im Clubsekretariat
registriert werden.